Tourbericht -Lk

Ladakh  2012

 

Eine Trekking-Reise  mit dem DAV Summit

 

Sonntag  5.8.2012  Kuppingen – Wien - Dehli

Sehr früh aufstehen und mit S-Bahn  zum Flughafen Stuttgart  fahren. 

Abflug pünktlich  um 10:30.   Charmanter Hinweis  auf mein Alter - man  bietet mir im Flughafenbus einen Sitzplatz an.

In Wien kurze Verwirrung, da das Abfluggate geändert wurde ohne entsprechende Information. Überraschung der positiven Art. Ich habe einen  Businessclass Platz nach Neu Dehli ‚gewonnen‘.   Sitze  neben einem österreichischen Dr. Kotz……. der  sich den Stewardessen gegenüber entsprechend  aufführt. Mich lässt er links liegen und darum  bin ich auch  gar nicht traurig. Ankunft in Dehli  überpünktlich. Es erwartet  uns  ein Dampfhammer des Klimas  als wir das Flughafengebäude  verlassen. 26°  Celsius und 100% Luftfeuchtigkeit. Bus-transfer zum Hotel und dort erst mal eine Runde schlafen.

 

Montag  6.8.2012  Dehli - Mandi

Früh aufstehen und das einfache  Frühstück  mit dreckigem Geschirr ‚genießen‘. Bustransfer zum Bahnhof. Das Ziel ist Chandigarh (5h Fahrt).  

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Im Zug gibt’s  nochmal Frühstück. In Chandigarh  Umstieg in Kleinbusse  mit dem Ziel Mandi -  nochmal 5 h. Alles ist ereignislos, bis auf die Tatsache, dass wir  in einem fremden exotischen Land angekommen sind, in dem kriminell und sehr riskant gefahren wird. Abendessen in Mandi  mit  Bier  und allgemeiner Vorstellung! Natürlich bin ich mal wieder der Älteste. In Mandi mache ich noch einen Abendspaziergang  und sehe bei einer religiösen Veranstaltung kurz zu.

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Dienstag 7.8.2012  Mandi – Manali

Frühstück in Etappen – erst Butter und Marmelade, dann lange nichts, dann Kaffee und Tee – dann lange nichts, dann Toast, dann lange nichts,  und zum Schluss das Omelett. Anschließend die Fahrt mit kleinen Hindernissen  wie halb weggespülte Straßen.  Wir halten  irgendwann neben einer Schule wo gerade  Schulappell angesagt ist.  An einem Photostopp  bekommen ich und ein Mitreisender von einem Guru  einen Joint zum Mitrauchen angeboten.

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 In Manali sind wir gegen 13 Uhr  und ich dusche   vor dem Mittagessen noch schnell  und  wasche Wäsche. Mittagessen ist Hühnchen mit Reis und Kartoffeln. Das Hotel und Essen sind ok, zudem gibt es Bier (Kingfisher).  Danach Tempelbesuch.

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Es fängt an zu regnen. Manali liegt in einem engen Tal  mit fantastischen hohen Nadelbäumen.  Ganz außergewöhnlich. Im Regen mache  ich noch einen Spaziergang durch die  Gassen in die Basare von Alt Manali, aber alles ist nur auf Tourismus  ausgelegt.

Mittwoch 8.8.2012  Manali  - Losar

Nach dem Frühstück gebe  ich  gleich mal das Omelett  wieder von mir. Danach habe ich aber glücklicherweise  Ruhe. Andere Mitreisende  sind nicht so gut dran. Diese Fahrt ist abenteuerlich. Es geht  über den Rothang-Pass und dies nur etappenweise, da oft Gegenverkehr durchgelassen werden muss. Schlamm und abgerutschte halbe Straßen machen alles sehr beschwerlich.

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Auf dem 2. Pass ist eine wunderschöne Gompaanlage.

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Auf der Weiterfahrt gibt es dann noch einen gehörigen Schrecken. Unser Fahrer hat  angehalten und ist ausgestiegen. Da setzt sich plötzlich unser Bus rückwärts in Bewegung. Ich stürze mich auf die Handbremse, ziehe wie ein Wilder, aber die Bremse zeigt keine Wirkung. Ein  Mitreisender reagiert  blitzschnell, schubst mich zur Seite, springt auf den Fahrersitz und betätigt die Fußbremse.  Wir halten an!!!! Dies  ist knapp und überhaupt  nicht lustig. Unten im Tal schlagen wir dann erstmals die Zelte auf.

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  Irgendwann hält eine Gruppe  von Frauen ebenfalls auf dem Platz, packen Schnapsflaschen aus  und halten ein kleines Fest mit Tanz und Gesang ab.  Nach einer Stunde sind die Flaschen wohl leer und sie ziehen weiter (per Auto).  Abendessen besteht  für  mich aus viel Suppe.

 

Donnerstag  9.8.2012  Losar – Tabo

Um 6 Uhr ist aufstehen, Frühstück und Zeltabbau. Ich melde mich ab  und ziehe  allein Richtung Losar (8 km) um etwas Bewegung zu haben. Andere machen dies auch.

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In Losar angekommen holen mich dann auch endlich die beiden Busse ein. In Losar haben wir erst mal Zwangsaufenthalt wegen der Permits.  Jeder Bezirk, den wir besuchen ist nur mit separaten Permits zu betreten. Die spinnen, die Inder. Die Landschaft ist bizarr und gegen Mittag besuchen wir ein Mädchenkloster. Die bieten uns zu essen und zu trinken  an und sind ganz scharf drauf,  fotografiert zu werden. Den Gefallen tun wir ihnen gerne.

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Weiter in Kaza müssen wir wieder lange  auf ein Permit für Tabo, der nächsten Station, warten. Das angebotene Lunchpaket ist zum Abgewöhnen. Öltriefender Thunfisch, kalte Kartoffeln und Bohnen auf eiskaltem Blechteller. In Tabo gibt es neben dem Zeltplatz auch feste Unterkünfte und ich beziehe ein Zimmer  für 300Rps da ich keine Lust habe nachts zwischen Wasserlachen und Stacheldraht zum Klo gehen zu müssen.  Mein Zeltmitbewohner sieht das auch so und zieht mit ein.

 

Freitag  10.8.2012  Tabo - Kaza – Rangrik

Es geht wieder ein Stück zurück,  um nach Rangrik zu kommen. Vorher ist aber noch Klosterbesichtigung angesagt.

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Wir kommen auch an einer Gruppe Inder vorbei, die mit der Hand am Arm Betonziegel herstellt. Wir fotografieren und plötzlich kommt eine Frau um die Ecke, die Früchte in einem Tuch trägt. Ich will ihr diese abkaufen, aber das will sie nicht, im Gegenteil, sie bietet uns allen  und den Arbeitern davon  an.  Auch hier ist fotografiert zu werden  sehr willkommen.

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Der Lunch ist wieder nix und in Tabo müssen wir schon wieder Stempel abholen. Die spinnen, die Inder. In Rangrik zelten wir  im Flussdelta und machen abends  noch einen Besuch im Dorf. Dort werden wir gleich wieder zum Fotografieren aufgefordert, mit der Bitte,  ihnen die  Bilder zuzuschicken, was ich auch später daheim  gemacht habe - hoffentlich kommen die Bilder an.

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 Im Dunkeln kehren wir zum Zeltplatz zurück.

 

Samstag  11.8.2012  Rangrik -  Kibber - Dumling

Auf dem Weg nach Kibber besuchen wir das  Key-Kloster  (Ki-Kloster). Sehr schön und  sehr interessant.

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 In Kibber angekommen,  warten wir nachmittags  auf unsere Pferde (Mulis). Die waren schon mal da gewesen, wurden aber von der Landbevölkerung aber wieder weggeschickt, da diese Angst um ihren Feldanbau hatten. Die Felder sind zwar mit hohen Mauern umgeben, aber  für diese Pferdchen absolut kein Hindernis. Denn solche Hindernisse begegnen  ihnen auf ihren Trekkingpfaden auch! Gegen spätnachmittag kommt der Pferdetrek und wir ziehen los nach Dumling.

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Sonntag  12.8.2012  Dumling – Thaltak

Die heutige Strecke ist mal  steil, mal moderat,  der Stern brennt vom Himmel und allen ist  sehr warm. Mittags pausieren wir  in einem kleinen Biotop mit Enzian und Edelweiß. Ein kleiner Gipfel von 4771 m Höhe wird  auch mitgenommen.

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 Kein schlechter Tag. Die Sicht ist gut und das Panorama recht eindrucksvoll. Kurz vor dem Lager gibt es Lunch in der Sonne und der ist sogar genießbar. Da wir recht früh im Lager sind, ist Wäsche waschen angesagt und danach  faulenzen.  Am Nachmittag  wird uns  noch  die Funktionsweise  unseres Rettungs - Kompressionssack demonstriert.  Später zieht noch eine Yak-Herde an uns vorbei.

 

Montag  13.8.2012  Thaltak – Baroglen

Heute werden wir 5000m Höhe erreichen. Zuerst einen hatschigen Abstieg in ein enges Tal um dann am Fluss entlang Richtung Baroglan zu marschieren.

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Der Aufstieg nach dem Flussbett ist recht anstrengend und gegen 14:00 Uhr  erreiche ich das Lager. Die 2. Gruppe ist um 14:30 Uhr und die 3. Gruppe um 15 Uhr da. Gesehen haben wir an diesem Tage  Eidechsen, eine Bergziege  und auf 5000m Höhe  Tauben !   Das Wetter hält zu uns. Oft sind ringsum dicke Wolken aus denen wir Schauer niedergehen sehen, aber über uns  ist es meist frei.

 

Dienstag  14.8.2012 Baroglen – Parang-La – Karsha Gongma

Parang-La  bedeutet Parang-Pass,  ist  5450m hoch und der Aufstieg ist sehr beschwerlich (steil). Oben angekommen hat man aber ein schönes Panorama und den Gletscher vor sich, über den es wieder auf 4800 m Höhe hinab  geht. Auf dem Gletscher üben  wir  alle  erst mal  Steigeisen-technik. Es ist ganz schön anstrengend. Gegen 16:00 Uhr  ist dann auch das Camp erreicht und alle sind doch ganz schön bedient.

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Mittwoch  15.8.2012  Karsha Gongma – Takhdhak

Laut Beschreibung der Tour soll dies ein geruhsamer Tag mit Erholungscharakter werden. Jaja, Papier ist geduldig und keiner von uns sah dies am Ende des Tages so. Die Beschreibung  sagt  6-7h . Gewandert sind wir über 9h und wir haben nicht getrödelt. Wir passieren indische Militärgruppen, welche Flussquerungen üben. Wir müssen durch, ohne vorher üben zu können. Es gibt Flussquerungen  wo   Stiefel und Socken ausgezogen werden müssen. Am Lagerplatz angekommen ist  von Erholungstrecke  absolut  keine Rede mehr.

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Donnerstag  16.8.2012  Takhdhak – Nurbu Sumdo

Wieder ein Tag zur Erholung laut Beschreibung. Hat sogar gestimmt. Die Landschaft ist nicht sehr spektakulär. Der Campingplatz  ist auch gleichzeitig Fressplatz für die Pferdchen. Entsprechend sieht  es aus und riecht so. Die Sonne scheint kräftig, das animiert zu ausgiebiger Körperpflege. Von oberhalb des Platzes schaut ein Murmeltier dem Treiben interessiert zu. In dieser Nacht habe ich leichte Atemprobleme, obwohl wir  nur auf 4300m Höhe sind.

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Freitag 17.8.2012 Nurbu Sumdo – Tso MoRiRi

Der Tag beginnt sehr früh (6 Uhr) da wir den Gletscherfluss queren müssen und dieser um diese Zeit noch nicht so viel Wasser führt. Die Querung gelingt ohne Probleme und danach folgt eine endlose Hochebene, an Militärposten vorbei. Wilde Esel galoppieren weit entfernt durch das Gelände, Leguane (Geckos), so gut getarnt, dass man sie erst durch ihre Bewegungen erkennt und einige Vögel sind zu sehen. Das Lager erreichen wir gegen 15 Uhr und lassen den Tag ausklingen, in dem wir den Pferdeführern  beim Beschlagen ihrer Tiere zusehen. In der Nacht  stürmt und regnet es. In einer Regenpause gehe ich mit Kopflampe zum Klozelt. Die Pferdchen sind wie Schemen im Dunst zu erkennen und im Lampenstrahl leuchten ihre Augen. Das Klozelt haben sie aus seiner Verankerung gerissen und ich muss es erst mal aufrichten bevor ich es benutzen kann.

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Samstag 18.8.2012  Tso Moriri  -  Karzok

Der Regen hat aufgehört.  Der Marsch wird wieder anstrengend, eben zwar, aber tiefer Sand und Schotter bremsen doch.  Gut dass die Sonne  nicht scheint!  Der See und seine Umgebung sind etwas enttäuschend. Die angekündigte reiche Tierwelt und Nomadencamps  sind  nicht da. Kurz vor Karzok liegt am und im Seeufer jede Menge Glimmergestein, welches in der Sonne glänzt als ob jemand Blei oder Silber ins Wasser gegossen hätte. Karzok ist der Ausgangspunkt für die Gipfelbesteigung des Mentok und es wird besprochen wer und wie das am folgenden Tag bewerkstelligt werden soll. 4  werden Sonntag gleich nach Leh weiter fahren um dort auf den Rest warten.  Ich fange eine Diskussion an die recht heftig wird, da ich dem Wetter absolut nicht traue. Ich werde mich am kommenden Morgen entscheiden. Ansonsten ist Karzok ein trauriger Ort, zwar mit Kloster, aber das hat nicht den besten Ruf.

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 Panoramas:

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Sonntag  19.8.2012  Karzok

Der große Tag beginnt mit Abmarsch um 7 Uhr. Ich bin dabei, denn das Wetter scheint zu halten. Wir haben eine ‚Local Guide‘  aus Sikkim!  Was da ‚local‘ sein soll frage  nicht nur ich mich. Außerdem scheint der Typ unter Drogen zu stehen!! Dieser Kerl führt uns eine Route, welche letztendlich statt  4-5h    9h dauert.   Unterwegs passieren wir eine Nomadenfamilie  und werden in die Jurte zum Tee eingeladen.

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Wir suchen oben auf 5600 m Höhe  unser Basecamp, das  von den Pferdeführern und unserer Mannschaft  eingerichtet werden sollte. Der ‚local guide‘ weiß offensichtlich nichts, obwohl er Stunden vorher mit unserer Mannschaft Kontakt hatte.  Um 17:30 Uhr halten wir Kriegsrat was zu tun sein könnte.

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Absteigen um in der Nacht Karzok zu erreichen  oder oben weiter suchen und Gefahr laufen im Freien ohne Zelt, Schlafsack und Essen in einer kalten Nacht bis zum Morgen auszuharren. Wir steigen ab. Durch schlimmstes Blockgeröll, Schotter und Sand.  Es ist ein schlimmer Abstieg und unser Guide nimmt mir dankenswerterweise meinen Rucksack ab. Ich habe Schmerzen in der Bauchmuskulatur, aber nachts um 11 Uhr sind wir in Karzok. Dort beziehen wir in einem quasi Zelthotel drei Räume und fallen erschöpft in die Betten.  Zwischenzeitlich haben natürlich unsere eigenen Leute uns auch gesucht, haben auch unsere Lampen in der Dunkelheit gesehen  und erkannt, dass wir absteigen.  4 unserer Mannschaft haben sich im Blockfeld verirrt und haben im Freien übernachten müssen!!!   Die ganze Geschichte  war alles andere als ungefährlich.

 

Montag  20.8.2012  Karzok

Am Morgen kommt unsere Mannschaft  vom Berg  herunter in Karzok an.  Eine Besprechung ergibt, dass unser Bergführer und zwei unserer Mitglieder es nochmal versuchen wollen.  Ich bin  nicht dabei. Ich bin noch ziemlich fertig. Es gibt für die drei aber ein Logistikproblem. Das Basecamp ist abgebaut und  mit den Pferden ins Tal unterwegs. Das bedeutet: kein Zelt kein Schlafsack und kein Essen oben. Unser Bergführer meint, dies in den Griff kriegen zu können. Also sind die drei nochmals los. Diesmal auf dem richtigen Aufstieg. Unterwegs übernehmen sie von den Pferden Zelt, Schlafsäcke etc, um diese selber zu dem neuen Basecamp hochzutragen!  Ziemlich verwegen in meinen Augen. Ich verbringe den Tag ruhig unternehme eine kleine  Wanderung, trinke Kaffee  und vertriele den Tag. Zwei starke Schauer lassen den Fluss vor unserem Zeltplatz anschwellen und ich ahne  nichts Gutes.

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Dienstag  21.8.2012  Karzok  -  Leh

Morgens  ist der  Himmel ringsum stark verhangen. In der Nacht regnete es stark. Schneefallgrenze sank auf unter 5000m, d. h. unsere Gipfelstürmer  sitzen wahrscheinlich fest.  Es gewittert auch und ich denke an unsere hitzige Diskussion 3 Tage vorher. Wir sind aber auf dem Sprung nach Leh  und überlassen unsere Mitwanderer sich selbst. Die Fahrt nach Leh ist überwältigend.  Besonders das Indus-Tal  ist unglaublich. Wild, eng und ungezähmt. Riesige Erdrutsche blockieren die Straße, die notdürftig wieder passierbar gemacht wird. Ein Unterfangen ohne große technische Hilfsmittel, weil für diese gar kein Platz vorhanden ist. Dann folgen wieder weite Sander mit Landwirtschaft. 

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Kurz vor Leh besuchen wir noch  ein Kloster und einen alten Kaiserpalast. Bezug des Hotels in Leh und ein Anruf zu Hause  sind das erste Erfolgserlebnis. Das 2. ist,  als spätnachmittags unsere drei ‚Gipfelstürmer‘  auch eintreffen.   Sie  haben den Gipfel  nicht geschafft. Die Wetterbedingungen  erlaubten es einfach nicht. Abends gehen wir großartig zum Essen aus. Für mich gibt es Tandoori Chicken – endlich etwas  was mir richtig schmeckt.

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Mittwoch  22.8.2012  Leh

In aller Ruhe frühstücke ich. Die Geschäfte machen erst  spät auf. Ich kaufe eine Hose für 20US-$, lasse mich rasieren, wechsle Geld und schreibe Postkarten. Nachmittags fahre ich per Taxi  nach Choglamsar um dort mein Patenkind zu besuchen und das SOS Kinderdorf zu besichtigen. Die Begegnung mit  Karma  ist enttäuschend. Das Mädchen ist sehr scheu, bringt kein Wort über die Lippen und nur dank Bhu Tsering, dem Betreuer, gelingt eine kleine Konversation. Ich lasse mich anschließend im Dorf herumführen. Dies ist mit Pokhara nicht zu vergleichen. Aber dies liegt auch an der unwirtlichen Lage. Alles sehr trocken und staubig.  Das Dorf beherbergt etwa 1500 Kinder  von 3 – 17 Jahren. Am nettesten finde ich  die beiden Kindergärten.  Einer unserer Mitwanderer hatte mir 100€ mitgegeben als Spende. Darüber  freut sich natürlich Bhu Tsering. Nach zwei Stunden bin ich wieder im Hotel.

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Donnerstag  23.8.2012  Leh

Wir besuchen heute 2 Klöster und eine sehenswerte Stupa. Es  ist sehr heiß. Nachmittags zieht ein Gewitter mit Sturm und Regen auf. Ich  wandere später  noch zu einem alten Königspalast über der Stadt. Nicht so toll, aber man hat einen schönen Überblick. Das Abendessen  im Hotel ist wieder sehr indisch. Diese Pauschalessen gehen mir langsam auf den Geist.

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Freitag  24.8.2012  Leh – Dehli

Sehr früh aufgestanden und zum Flugplatz gefahren.  Die Kontrollen dort übertreffen  alles was wir bisher erlebt haben.  Die spinnen, die Inder.  Der Flug ist pünktlich und auf der rechten Seite sind hohe Schneeberge zu erkennen.  In Dehli regnet es und es herrscht Waschküchenklima. Das Hotel ist ein 5-Sterne-Hotel. Unsere Suite besteht aus einem großen Vorraum mit TV, einem Schlafzimmer mit TV, einem luxuriösem Bad und einem Raum für Gepäck und Garderobe. Etwas kleiner hätte es ruhig sein können. Eine Waage im Zimmer sagt mir, dass ich 5kg abgenommen habe. Die Kontrollen beim Zugang ins Hotel entsprechen   fast dem vom Flugplatz Leh!  Nach dem Bezug der Zimmer ist eine ‚Stadtrundfahrt‘ angesagt. Vor dem Mittagessen besuchen wir das Grab von Mahathma Ghandi und zum Mittagessen fahren wir 1,5h von Nord nach Süd  durch die ganze Stadt, besuchen eine Verkaufsveranstaltung und  eine alte verfallene historische Moschee. Dann zurück zum Hotel und wieder nur Verkehrsstau und Lärm.  Die Hupe der Autofahrer ist das wichtigste Teil. Ich habe so die Nase voll.  Aufrichten  tut mich eine  ausgiebige Dusche.

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Samstag  25.8.2012  Dehli – Agra  - Dehli

Um um 8 Uhr in Agra zu sein heißt es wieder ‚sehr früh aufstehen‘.  Mit dem  Zug geht es dort hin. Auf den Bahnhöfen herrscht lebhaftes Treiben.

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Das Ziel in Agra ist das Taj Mahal. Tausende von einheimischen und ausländischen Touristen  strömen  zu dieser Sehenswürdigkeit .  Ich bin etwas enttäuscht, aber das liegt vielleicht am Regen und den  zu vielen Besuchern. Trotzdem,  hier bin ich groß  ‚rausgekommen‘. Einmal kamen 4 Iranerinnen auf mich zu, mit der Bitte, sich mit mir,   dem ‚schönen‘  Mann fotografieren zu lassen und ein zweites Mal, als  2 junge Inder mich in die Mitte nehmen und  auch  ein Foto haben wollen.  Das Mittagessen danach ist ok, weil es für mich wieder Tandoori Chicken gibt - das beste bisher.   Ein anschließender Besuch einer Werkstatt mit Verkaufsausstellung  demonstriert uns, wie  die Einlegearbeiten  beim Bau des Taj Mahal  durchgeführt wurden. Ich kaufe aber nichts, denn die angebotenen Sachen entsprechen einfach nicht dem europäischen Geschmack.  Mit dem Bus fahren wir anschließend  nach Dehli zurück. Die Landschaft ist eben und von Landwirtschaft geprägt. In den Städten herrscht wieder das Verkehrschaos.  Im Hotel hat man Gelegenheit sich noch etwas frisch zu machen und zu  Abend essen.

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Sonntag  26.8.2012  Dehli – Wien - Frankfurt – hoim

Am Flughafen wieder ätzende langwierige Kontrollen, aber irgendwann ist auch dies geschafft und wir  sitzen im Flieger.  Dort  ist Käfighaltung angesagt.  In Wien Umstieg. Dieser Flieger hat wesentlich mehr Beinfreiheit. Von Frankfurt nach Stuttgart  im ICE und um 12:30 Uhr  bin ich wieder zu Hause. 

 

Fazit

Die Tour war  sehr anstrengend aber für mich  ein erfolgreiches  Erlebnis bis auf den missglückten Gipfelversuch.

In indischen Hotels  sollte man nicht zu viel Hygiene erwarten. Bei den Wanderungen übrigens auch nicht, obwohl es oft  zur Morgenwäsche warmes Wasser gab.

Der Verkehr in den Städten und über Land ist chaotisch und zum Teil kriminell. Trotzdem passiert wenig, weil die Fahrer  nicht unbedingt auf ihrem Recht bestehen.

Meine mitgebrachten Milchmädchen waren ein Thema. Dabei haben wir später  sogar im Nomadenzelt  Büchsen  ‚Milkmaid‘   vorgefunden.   Am letzten Tag der  Tour war es angeblich  alle.  Es war aber  vom Koch   zum Abschlussessen für einen Kuchen verwendet worden!

Abgenommen habe ich 5kg. Das Essen unterwegs war halt doch sehr indisch! Gab es gekochte Eier habe ich öfter  die übriggebliebenen eingesteckt und sie als Zusatz später gegessen.

Der erste Weckruf des Muezzin in Leh war morgens um 4:30 Uhr.   Der der Hundemeute   nachts  um 11:00 - 12:00, von 12:00 - 1:00, von 1:00 -2:00  usw. 

Die indische Post ist auch  ein Fall für sich - von den 10 Postkarten, die ich versendet habe, kamen etwa die Hälfte an, als ob sie eine Wäsche über sich ergehen lassen mussten!