Bericht-AP

Nepal 2008   Annapurna Umrundung

So  26.10.08
Ohne Stress und Hektik den Flieger in Frankfurt erreicht. Die Linie war Etihad Airways,  hier war  Käfighaltung angesagt und im Flugzeug war es lausig kalt. Bitten an die Stewardessen  waren fruchtlos. Die Stewardessen waren alle spukhässlich und das Essen war auch schon sehr orientalisch. Wenn doch beim Verreisen  nur  die Fliegerei nicht wäre!

Mo 27.10.08

Umstieg in Abu Dabi  und Ankunft in Kathmandu  um 16:00 Uhr. Auch dieser Flieger war lausig kalt und die Stewardessen waren noch hässlicher.Erfreulich war der Blick auf die Bergkette des Himalaya beim Anflug.

 Kathmandu selber  lag in einer  dichten Dunst- und Smogglocke im Tal.  Im Hotel Greenwhich Village gab es eine kurze Besprechung  der Tour und des kommenden Tages.  In Nepal  war Neujahr feiern angesagt, das als Lichterfest mit Böllern und  Girlanden  begangen wird.  Ich bin relativ früh ins Bett gegangen, weil die Anreise doch etwas anstrengend gewesen war.


Di 28.10.08  Kathmandu
Ich nahm an der geleiteten Tor nach Baktapur und   GangChu teil.   Dies war  ein ganz anderes Erlebnis  als vor einem Jahr. Auf Grund des Neujahrsfestes  war in Baktapur  Markttag  erlaubt und  die Plätze  waren  voll von Anbietern und  Einheimischen.

 

Die Touris waren  weit in der Minderzahl.  Wir sind auch in Ecken rumgestromert, die ich vor einem Jahr nicht  erkundet hatte. Es war faszinierend, das Treiben  der bunt gekleideten Leute  zwischen den bunten Ständen und girlandengeschmückten Häuser  zu beobachten. . Nach einem kleinen Mittagsimbiss  fuhren wir dann nachmittags  zu der Tempelanlage GangChu im Kathmandutal, die ich auch noch nicht kannte.  Um 17:00 Uhr   waren wir wieder im Hotel zurück, wo ich mein Reservepaket für die Rückreise packte und an der Rezeption abgab.  Einer langwierigen Diskussion, wie der Abend weiter gestaltet werden sollte,  ging ich aus dem Weg  und direkt ins Bett.


Mi 29.10.08  Kathmandu – Besi Sahar
Um 7:00 Uhr gabs Frühstück und die Abfahrt nach Besi Sahar startete um 9:00 Uhr. Im Verkehrschaos  erstmal durch die halbe Stadt und  dann in ein wildes tiefes Tal mit steilen Abbrüchen und scharfen Kurven bis auf eine Tiefe von 200m ü.N.. Das hielt aber die nepalesischen Fahrer nicht davon ab, sich  wilde Rennen zu liefern.  Und das   auch mit Passagieren auf dem Dach.

Das Ergebnis   konnten wir dann auch sehen:   ein umgekippter Bus im Straßengraben!  Es gab jede Menge Kunst an der Landschaft zu bestaunen, denn die ganzen Hänge waren mit Terrassenfeldern kultiviert. Bei einer Rast kaufte ich kleine Bananen, billig aber nicht zu schmackhaft und  von einem Straßenhändler gewürzten Mais in einer dreckigen Zeitungstüte.

Nach einer Kostprobe  habe ich die Tüte gleich an einen herumlungernden Jungen weiter gegeben. Glücklich lief er damit davon! Ich habe mich dann erstmal mit einem großen Schluck Schnaps  desinfiziert. Auf Grund des Lichterfestes  wurden wir  auf der Strecke  5 mal von der feiernden Bevölkerung angehalten und um Wegezoll gebeten. Ganz schlimm war es in Besi Sahar  wo alle  200 m eine Gruppe auf der Straße tanzte  und die Hand aufhielt. 

Die Lodge war eine Bruchbude und unser Zimmer ein Loch. Eine Spinnenjagd  im Zimmer von A. und I.  endete erfolglos, weil das Biest blitzschnell in einem Loch verschwand. Das war für A. eine sehr unruhige Nacht. Das Bier  am Abend  hatte dann trotzdem geschmeckt!




Do  30.10.08  Besi-Sahar  -  Ngadi  (910 m ü.N.)
Ab heute wurde gewandert.  Um 8:15 war Abmarsch. Es war sonnig und warm. Die Strecke führte  am Fluss entlang zwischen Reis- und Hirsefeldern und es war eigentlich nur ein leichtes Auf und Ab.

 Eine abenteuerliche Brückenkonstruktion war zu überwinden und auf  dem Schotterweg, 50m über dem Fluss krabbelte eine Krabbe. Noch eine Aufregung: eine der Damen hatte ihr Portemonaie  beim Gang in die Büsche  verloren und hatte erst km später den Verlust bemerkt! Dame und Führer liefen also zurück und wurden sogar fündig.  Um 15:00 Uhr waren wir dann am Ziel und  ich habe erstmal ein paar Wäschestücke gewaschen.  Das Bier  ab 16:00 Uhr war wieder  ausgezeichnet und  als Stromausfall war, störte mich das auch nicht groß, denn ich hatte  meine Fotoakkus  schon wieder laden können.


Fr 31.10.08  Ngadi  -  Jagat  (1300 m ü.N.)
Heute war es schon etwas anstrengender. Nach dem Start um 8:00   ging  es bald sehr steil  eine Stunde und 40 Minuten nach Bahudanda auf 1300m ü.N.  Nach einer kleinen Pause  ging es  direkt wieder ebenso steil ins Tal hinab um gleich wieder  genauso nach oben zu gehen. Immer im Blick die Terrassenfelder und den Urwald.

 Hängebrücken  waren zu überqueren und sinnvoller weise ließen wir den zahlreichen Mulikarawanen  den Vortritt.

 In Ghermu war Mittagspause wo ich die durchgeschwitzten Hemden wechselte.  Um 15:00  waren wir dann in Jagat und bezogen in der ansprechenden Lodge Quartier. 5 von uns  hatten  noch nicht genug und zogen  nochmals los um ins Flusstal  (150 hm) abzusteigen und dort einen ‚Hot Pot’  zu besichtigen.   Es war ein ‚Hot-Pöttle’ und einen Besuch absolut nicht wert. Gefunden hatten wir nur, weil es etwas nach Schwefel roch und wir der Nase nach um einen großen Felsklotz kletterten. A. und I. haben sich im Gras Blutegel eingefangen  und bemerkten dies erst als  Blut an ihren Füßen herunter lief! Mit einer kalten Dusche und einem kalten Bier  ließ ich dann  den Abend ausklingen.

Sa 1.11.08 Jagat  -  Dharapani  (1950 m ü.N.)
Es war strahlendes Wetter  und angesagt waren 1110 hm  mit   nur  600m Höhengewinn.  Das ist hier sowieso  das Gemeine.   Man  muss auf diesem Kurs   sehr  viel  hoch  um  auch wieder sehr viel  abzusteigen und der absolute Höhengewinn   ist   nicht so toll. Aber es hilft der Höhenanpassung ganz ungemein. Der Weg war sehr anstrengend, sehr steil,  grobes Geröll, laufend Mulikarawanen, wenn es ‚Stufen’ gab, waren sie in der Höhe  zwischen  10 und 40 cm hoch.

Unglaublich wie trittsicher sich die Mulis bewegen. In Tal  war Mittagspause, trotz strahlendem Sonnenschein in der Hütte, da alle Außenplätze  von eine  französischen Gruppe  belegt waren. Ich wechselte in trockene Sachen und hängte meine durchschwitzten Sachen an Büschen auf. Nach zwei Stunden ging es weiter, meine Sachen waren getrocknet und der Weg wurde  etwas ‚besser’!  Aber angenehm war das Gehen  nicht. Viele Mulikarawanen bremsten uns aus und die vielen Tiere haben den Pfad  ordentlich  voll gemistet. Es roch vor allem  ziemlich penetrant. Gegen 16:00 Uhr waren wir in der akzeptablen Lodge.  Akku laden, Wäsche waschen  und Bier trinken, in der Reihenfolge  ging der Tag zu Ende.

So 2.11.08  Dharapani  -  Chame  (2650 m ü.N.)
Katastrophe!  Habe mein Kaffeepulver in Jagat  auf dem Frühstückstisch stehen lassen. Das Wetter war  wieder  ideal! Der Weg war sehr angenehm zu gehen. Leichte Anstiege mit kurzen steilen Abschnitten  Die erste Pause nach 2 Stunden in der prallen Sonne  mit Blick auf Manaslu und Peak28.

Ich war der Gruppe voraus gelaufen und wartete im Sonnenschein auf den Rest der Mannschaft, weil  ich unsicher war, ob wir  in der 10 Minuten entfernten Lodge zu  Mittag  essen wollten.  Hier bekam ich den Spitznamen  von einem anderen Trekker:  ‚Speedy Gonzales’. Und der blieb an mir haften. Nach dem Mittagessen weiter  im Sonnenschein, Manaslu rechts Annapurna2 links. Um 15:30  waren wir am Ziel. Je weiter wir  vordrangen, desto besser wurden die Lodges.  Es folgte wieder Duschen und Wäsche waschen,  Akku laden  und Bier trinken. Zu allem Guten kam, dass ich in Chame Nesskaffee kaufen konnte, den ich aber  gar nicht mehr brauchte, denn  ab hier wurden in den Lodges  zum Frühstück usw. immer Kaffeepulverschälchen auf den Tisch gestellt, so dass man sich  bedienen konnte.


Mo  3.11.08  Chame  -  Pisang  (3200 m ü.N.)
Kein Wasser zum Waschen – Leitung war  eingefroren.  Also nur Zähneputzen mit Mineralwasser.  Das Frühstück um 7:30  war ok und eine Stunde später  ging es wieder los bei strahlendem Sonnenschein. Links von uns die LamJung Kette und  links  vor uns   die Annapurna2, rechts tauchte  der Pisang Peak auf. Ein sehr angenehmer Weg  bis zur Mittagspause in Bhratang wo wir  den Blick direkt auf Annapurna2  im hellsten Sonnenlicht genießen konnten.

 Nach dem Mittagessen dauerte es  nur noch eine Stunde bis wir in Pisang waren. In der Lodge wurde uns  von Ang der Kompressionssack demonstriert  und danach zogen vier von uns  noch zum 100m höher gelegenen Kloster  ‚Upper Pisang’. 

 

Weil die Täler hier doch sehr tief  und eng sind, war ab 16:00 Uhr die Sonne weg und es wurde  schlagartig kalt.  Hinzu kam  ein starker Wind  und das bewog mich, doch bald wieder abzusteigen und in der Lodge  etwas zusätzlich Warmes an zu ziehen.  Um 17:00  wurde dann der Ofen angeheizt  und  das Bier schmeckte  dann doch gleich viel besser.  Auch weil ich mir ein paar dicke  nepalesische Socken gekauft hatte und nun mit warmen Füßen am Tisch sitzen konnte


Di 4.11.08     Pisang  -  Braga  (3470 m ü.N.)
Heute war es leicht bedeckt und der Weg war am Anfang sehr angenehm. Wilde Mountain Biker überholten uns. Die wurden aber sehr schnell gebremst als ein 400 hm steiler Aufstieg zu einem kleinen Dorf begann. Hier hatten wir eine 30 minütige Teepause.

 Es folgte wieder ein angenehm zu gehender Pfad der Höhenlinie folgend  bis zum Dorf Ngval  wo es Mittagessen gab. Eigentlich hätte man im Sonnenschein sitzen mögen, aber eine steife kalte Brise trieb uns ins Haus. Nach  Braga  mussten wir wieder 400hm absteigen, an  Hängen vorbei, die sehr zerfurcht durch Erosion  und  erdrutschgefährded waren. Um 17:00 waren wir am Ziel. Die Schreibweise der Ortsnamen ist irritierend.  Braga, Bhraka, Bhrakka, Brakka – alles ist möglich.  Nach 2 Kaffees und 1 Zimtschnecke war ich so satt, dass damit das Abendessen auch erledigt war.  Die ersten Kranken hatten wir auch schon – Kopfweh, Durchfall, Magenschmerzen und schlimme Erkältung.

Mi 5.11.08    Braga  -  Icelake  (4600 m ü.N.)
Zur Höhenanpassung blieben wir in Braga,  um zum Ice Lake auf 4600m ü.N. aufzusteigen. Das Wetter war wieder absolut super. Kein Wölkchen am Himmel,  aber recht windig. Vorgabe  4h  für den Aufstieg   -  nach 3,5h waren wir oben mit einer fantastischen Sicht auf die  ganze südlich liegende Annapurna Kette. Pisang Peak, Manaslu, Peak28,  Annapurna2, Annapurna4, Annapurna3, Gangapurna und Tilichi Peak  und die anderen namenlosen Gipfel.  Der See selber war nicht so spektakulär.

Wir sahen Geier und Schwärme von Bergkrähen, ansonsten ist es mit der Tierwelt nicht so weit her.  Um 15:30 waren wir wieder unten, wo ich erfolgreich zu Hause anrief.

Do 6.11.08 Braga  - Yakharka  (4100 m ü.N.)
Strahlendes Wetter. Die Gruppe teilte sich,  ein Hälfte wollte noch das Kloster besichtigen. Ich nicht. Deshalb zog ich gleich nach Manang,  wenige km aufwärts weiter. Manang ist eine kleine ‚Hauptstadt’ der Provinz und  dem entsprechend  gibt es hier auch wirklich alles was der Mensch braucht und nicht braucht. E. konnte hier problemlos  für 500 Rps. eine neue Stirnlampe kaufen. Ein großer Platz dient als Muli-Bahnhof und da geht es recht lebhaft zu.  Ich meldete mich ab und zog  allein weiter. Bei einer Stupa oberhalb Manangs traf ich unsere Träger und  machte eine Pause um auf andere zu warten.  Niemand kam und als es mir zu lange dauerte zog ich wieder alleine weiter.  In Ghunsang trank ich einen Tee, wartete auf P. und genoss die Sonne.  Wieder dauerte es mir zu lange und ich machte mich  auf die Socken. Speedy Gonzales ließ grüßen. Der  Weg war sehr angenehm zu gehen. Unterwegs sah ich viele Yaks und  Blue Sheeps. 

Um 13:00 Uhr war ich an der Lodge, hatte mir was zum Essen bestellt und wartete  dösend im Sonnenschein auf die anderen. Zuerst kamen die Träger, damit konnte ich mein Zimmer beziehen  und weiter warten. Gegen 16:00 Uhr waren dann alle da. Wir waren auf 4100m  und trotz Sonne gefror das Wasser im Schatten. In der Nacht hatten einige Mäuse ein Fest, denn in einigen Rucksäcken waren noch  tolle Leckerlis wie Kekse, Müsliriegel und Schokolade. K.H. hat  auch eine Maus erlegt. Ein Schotte, der seit 15 Jahren in Nepal Projektarbeit macht, hatte  eine Salami dabei, die uns ALLEN das Wasser im Munde zusammen laufen ließ. Yakharka  heißt  Yakweide und Yaks gabs es wirklich in jeder Menge.

 
Fr 7.11.08  Yakharka  - Thorong Pedi  (4500 m ü.N.)
Wieder strahlender Sonnenschein und nicht so kalt wie erwartet. Ang hatte  4 Stunden angesetzt. Ich war mit der ‚schnellen’ Truppe  nach 2 Stunden  an der Lodge,  (und was machen wir am Nachmittag?).  Nach dem Bezug der Zimmer ließ ich mir heißes Wasser in einer Schüssel geben und rasierte mich.  Danach war wieder Warten  auf die anderen angesagt. In der Sonne   ließ sich das aber wunderbar erledigen.  P. hatte ein echtes Gesundheitsproblem. Unsere mitwandernde Ärztin diagnostizierte Lungenentzündung. Das bedeutete das Trekkingende  für P.  Ang organisierte für den nächsten Tag einen Hubschrauber der unseren Patienten nach Kathmandu bringen sollte.  Die schnelle Truppe beschloss für den Nachmittag noch einen Aufstieg  zum High Camp, 500 m oberhalb von ThorongPedi.   Nach 55 Minuten  waren wir oben und stiegen, weil es so verlockte, gleich noch mal 70hm  auf einen kleinen benachbarten Gipfel und  hatten das ganze Panorama im Sonnenlicht vor uns. Wir konnten auch Teile des ThorongLa und den Weg dorthin sehen  und das ließ uns  ganz frohgemut den Abstieg zur Lodge in Angriff nehmen, denn zum Pass schien der Pfad recht moderat. Am Abend habe ich mir einen  heißen Tee in meiner Thermoskanne  zubereitet und ein süßes Stück  für ein 2. Frühstück eingewickelt.



Sa 8.11.08 Thorong Pedi  - Muktinath  (5400m  ->3700m ü.N.)
Um  3:00 Uhr  standen wir alle auf – außer  P. Ich verabschiedete mich von  ihm, wünschte gute Besserung und drückte die Daumen, dass für ihn diese Geschichte gut ausgehen möge. Es gab sogar ein richtiges Frühstück und um  4:00 Uhr  zogen wir  alle (auch die Franzosentruppe)  als Glühwürmchenkette  den Berg hoch. Unser Frohmut vom Tag zuvor wurde nicht enttäuscht, denn  nach dem High Camp war der Pfad wirklich  moderat. Punkt 7:00 Uhr waren wir  auf dem Pass und erlebten, wie die Sonne einen  Gipfel nach dem anderen und dann uns im Passsattel  beleuchtete.

Im Sonnenlicht gabs das 2. Frühstück. Eine unserer Damen ließ sich sinnvoller weise auf einem Muli hoch tragen. Als sie gegen 8:00 Uhr eintraf, machte ich mich mit K .H.  an den Abstieg nach Muktinath.

 Dieser Pfad war sehr steil und  schotterig. Ich wanderte ausnahmsweise  mit Stock um mich besser abstützen zu können.  Unterwegs machten wir  2 mal Pause  für ein  3. Frühstück und zur Regeneration ganz allgemein. 1700 hm  bergab sind auch nicht zu verachten. Meine   Eile hatte einen sehr eigennützigen Grund. Ich wollte vor den anderen  an der Lodge sein, um warmes Wasser zum Duschen zu haben.  Wir waren  auch als erste da -  sogar noch vor den Trägern. Das  bedeutete, Duschen hätte geklappt, aber nicht das Wechseln in frische Wäsche! Also kein Duschen, dafür ein Bier, was fast so gut war. Irgendwann  kamen dann auch die Träger und  ein Teil der Truppe. Eine Gruppe Holländer war auch da und stürmten die Duschen, die  mit Gasboilern beheizt wurden.  Hier kam es fast zu einem tödlichen Unfall.  Nur durch Zufall  wurde, weil es I.  zu lange dauerte,  entdeckt, dass einer der Holländer  bewusstlos  in der Duschkabine lag.  Kohlenmonoxid  hatte sich wegen schlechter Lüftung gebildet und das wurde dem Menschen  fast zum Verhängnis.  Unsere Ärztin war rechtzeitig zur Stelle und war mit Wiederbelebungsversuchen  erfolgreich!    Erst   nach und nach wurde allen die Tragweite des Vorfalls bewusst und  ein Holländer nach dem anderen  bekam  einen kleinen Nervenzusammenbruch.  Ich habe auch geduscht, aber  mit offenem Fenster  und  SEHR wachen Sinnen.   Gegen 17:00  trafen  dann endlich die letzten Nachzügler ein.  Muktinath ist fast ein reiner Touristenort,  ein Verkaufsstand neben dem anderen und  hier gibt es auch ‘Straßen’ und Fahrzeuge (Jeeps und Motorräder).  Ein Telefonat nach Hause war erfolgreich. Das Hotel hieß  Dream Home aber  für mich  kam es eher einem Alb -Dream gleich – einmal wegen der Duschen und zum Zweiten wegen der abenteuerlichen Hauskonstruktion.  Zum Abendessen  wurden unter die Tische große Kübel gestellt in denen Holzglut  Wärme verbreitete. Es kam natürlich wie es kommen musste,   beim Hinsetzen  stieß derjenige den Kübel um und die ganze  Glut verteilete sich auf dem Holzboden.  Das gab eine  schlimme Hektik bis jedes kleinste glühende Teil wieder aufgesammelt war.

So 9.11.08 Muktinath  -  Kagbeni   (2800 m ü.N.)
Wir waren hier  im Mustanggebiet. Von hier könnte man in das ‚Verbotene Land’ wandern, wenn man  bereit wäre,  exorbitante  Tagesgebühren  zu bezahlen.  Das Wetter war wieder strahlend und   nach einem Besuch im Kloster wanderten wir auf der Alternativroute  Richtung Kagbeni. Der nächste Ort war Jhong  mit alter verfallener Festung, einem Kloster und Apfelplantagen. Ein Apfel – 1 Rupie (1Cent).  Da habe ich die ganze Mannschaft zu einer Runde Äpfel eingeladen. Das Kloster habe ich nicht  besichtigt, sondern habe die Sonne genossen. Man hatte wieder einen tollen Blick  auf den ThorongLa, ThorongPeak,  Annapurna  und Dhaulagiri.

 Das Gebiet gehört zu den trockensten in ganz Nepal  und die Vegetation war entsprechend kärglich.

Ein abenteuerlicher Abstieg ins Dorf war der Abschluss dieses Wandertages. Kagbeni  ist ein richtiges typisches Dorf mit Vieh- und Landwirtschaft. Abends  sind die Gassen verstopft  von heimkehrenden Herden von Schafen, Ziegen, Kühen und Mulis.  Dementsprechend  muss man auf den Wegen aufpassen wohin man tritt. Die Lodge  wird unter der Regie von Summit geführt und gehört zu den besten die wir aufsuchten. Das Abendessen war auch außergewöhnlich: Yak-Steak, Reis, Gemüse, Pommes und Soßen. Einfach lecker nach den Essen bisher. Abends haben wir mit den Trägern ein kleines Fest mit Musik und Tanz abgehalten.



Mo 10.11.08  Kagbeni - Jomson - Marpha - Ghasa  (2100m ü.N.)
Vor dem eigentlichen Start machten wir  noch eine kleine Dorfbesichtigung. Die Gassen waren wieder voll Tiere, die   jetzt  auf die Weiden getrieben wurden. Neben dem Fluss, immer mit Blick auf Dhaulagiri,  zogen wir nach Jomson, der Distrikthauptstadt. Von Jomson  nach  Marpha stiegen wir  in klapprige Jeeps um auf schlimmsten Pisten  talauswärts zu fahren.

In Marpha habe ich auch Briefmarken kaufen können und meine Postkarten in einen verrosteten ‚Briefkasten’ gezwängt.  Unterwegs  besuchten wir noch eine Apfelschnapsbrennerei. Ich habe eine kleine Flasche gekauft, nicht wegen des Inhalts sondern wegen des Etiketts.  Apple  Barndy! Von Marpha  nach Kalopani  wanderten wir wieder, um in Kalopani wieder in Jeeps zu steigen für die Fahrt bis Ghasa. In Ghasa erlebten wir einen schönen Sonnenuntergang  der den Annapurna Süd in herrliche Farben  tauchte.

Die Lodge hieß  Paradise Lodge -  ich habe  ein Bild  von der angrenzenden  Müllhalde gemacht. Ghasa ist auch ein echtes nepalesisches Dorf auf dem Sprung in die ‚moderne Zivilisation’   -  rechts flimmert der Fernseher durch die Fenster und  links  sitzt eine Frau an der offenen Tür  am offenen Feuer und strickt im Dämmerlicht.

Di 11.11.08  Ghasa  -  Tatopani  (1200 m ü.N.)
Um 8:00 Uhr  war Abmarsch durchs tiefste Tal der Welt. Gemessen wird   auf der geraden Linie zwischen Annapurna1 und Daulaghieri.    Aber es war absolut  unspektakulär. Mich stören solche Superlative immer, weil  sie Erwartungen wecken, die dann nicht erfüllt werden. 

Genau so verhält es sich mit  den Hotpots in Tatopani.   Egal, die Wanderung war trotzdem sehr schön,  der Weg meist sehr moderat und immer neben dem Fluss Kali Kandaki der Höhenlinie folgend. Mulikarawanen waren auch wieder zuhauf unterwegs.  Die Vegetation war wieder sehr üppig mit Bogainvillien, Weihnachststernen, Rhododendrons, Hibisken  und anderen bunten Blumen. Gegen 15:00 Uhr  erreichten wir Tatopani, wo ich lauwarm duschte und  dann zu den Badetöpfen ging, wo einige von uns bereits das erste Bad genommen hatten.  Die ‚Badeanstalt’  bot  eine ‚Happy Hour’  an. Ich verzichtete auf das Bad und labte mich lieber an einem Bier - machte ein paar Fotos von unseren Girlies und ließ ansonsten die Seele baumeln.    Ein Telefongespräch nach Hause klappte auch.


Mi 12.11.08   Tatopani  -  Ghorepani  - Poonhill (2900 m ü.N.)
Für  heute war eine harte Etappe angesagt.   1900 hm  am Stück!  Ziel  erstmal Ghorepani  und anschließend optionaler Aufstieg zum Poon Hill (3200m ü.N.). Das war für mich Grund  es heute bewusst langsam angehen zu lassen  -  nix  Speedy Gonzales.  Der Himmel war leicht bedeckt, was uns sehr recht war. Der Aufstieg war  streckenweise wieder  sehr  steil. Schulkinder  verkauften Apfelsinen bevor sie in ihren schmucken Uniformen  km-weit zur Schule gingen. Das Mittagessen konnten wir aber in der Sonne  einnehmen, ich wechselte wieder in trockene Sachen    und gegen  16:00 Uhr  waren wir in der Lodge.  Nach kurzer Regeneration zog  wieder der harte Kern los, Richtung Poon Hill.  Diese Aktion haben wir aber nach Hälfte der Strecke abgebrochen, weil schlagartig Nebel und Wolken ins Tal zogen und uns die tolle Aussicht nahmen.

  Im Dorf wollte ich internetten, aber die Antwortzeiten waren so schlecht, dass ich abbrach. 5 Minuten später gabs dann auch noch Stromausfall.  In der Lodge habe ich mich mit einer allein wandernden Iranerin unterhalten. Im Iran gibt es offensichtlich eine stark westlich orientierte ‚Schattengesellschaft’, die sich nicht sehr um die religiösen Belange ihrer Ayatollahs  kümmert.



Do 13.11.08   Ghorepani  - Poonhill - Tirkedunga  (1550 m ü.N.)
Um 4:00  war Wecken und um 4:30  Abmarsch ohne Frühstück  zum Poon Hill um den Sonnenaufgang zu sehen. Der Nebel und die Wolken  waren weg.  Im Vollmond- und Sternenlicht  zogen ALLE  Trekker  aus dem Dorf hoch. Die Franzosen waren auch wieder da und waren wieder nur im Weg. Oben angekommen warteten  dann alle auf den Sonnenaufgang, der  nicht sehr mitreißend war. Dafür der Blick auf die Bergkette  von Dhaulagiri  bis zum Machupuchare, dem heiligen Berg der Nepali.

 Um 7:30 Uhr waren wir wieder unten und hatten ein Frühstück mit Pfannkuchen und Toastbrot. Ich hatte mir zur Feier des Tages eine Büchse Wurst gekauft was aber nicht unbedingt zur Verbesserung beitrug. Den Rest ließ ich dann in der Lodge. Eine Stunde später war Abmarsch um  1300hm tiefer zu gelangen. Der Weg führte durch dichten Rhododendronwald. Um 12:00 gabs Mittagessen  auf einer Sonnenterasse wo es  nur durch eine leichte Brise auszuhalten war. Von einem österreichischen Pärchen muss ich berichten.  Sie war blind und ließ sich durch ihren Partner leiten. Das ging so, dass  sie direkt hinter ihm ging und  NUR   die Hand auf seiner Schulter liegen hatte. So lief sie mit traumwandlerischen Sicherheit  die schlimmsten Strecken mit.  Nur wenn es ganz  hatschig wurde, hielt  ihr Träger sie noch zusätzlich zur Sicherheit am Rucksack.  Absolut  faszinierend und bewundernswert!  Um 14:00  erreichten wir unsere Lodge. Eine  kurze Dusche mit anschließendem Zusammenstellen  der zurückbleibenden Sachen und ein Bier  beschlossen den Nachmittag. Gegenüber der Lodge war ein Kuhstall und das Ausmisten ging so vor sich, dass die Frau den Kuhmist mit bloßen Händen  ausgrub und  auf die Miste warf. Gut, dass  die nicht unser Essen zubereitete. Affen ließen sich  irgendwann auch auf den benachbarten Feldern blicken, waren aber sehr scheu. A. und ich sammelten Geld und Sachspenden  für die Träger. Das sollte abends im Zuge einer Abschiedsfeier verteilt und per Tombola verlost werden. I.  machte die kleinen Sachhäufchen und  Loszettel. Die Feier am Abend war nicht so toll, weil der Raum  eigentlich zu klein war. Trotzdem haben die Träger sich  gefreut und manche Sachen haben sogar die richtigen Besitzer gefunden.

Fr  14.11.08  Tirkedunga   - Jobang   -  Phokara  (900 m ü.N.)
Ein 2-stündiger Marsch bis Jobang über widerliche Stufen  beendete  die eigentliche Wanderung. Vor Jobang hatte man wieder  einen sehr schönen Blick auf den Fishtail (Machupuchare).

In diesem Dorf gab es mindestens 5  ‚German Bakeries’, wie überhaupt ‚German Bakery’ eigentlich in fast jedem Dorf zu finden war. Von Jobang  startete  der Bus dann nach Phokara. Auf einer schmalen Passstraße ging es erst  recht hoch um dann wieder nach Phokara  abzufallen. Um Phokara  gibt es sehr viel Landwirtschaft und überall war die Ernte schwer im Gange.   Die Fishtail-Lodge, wo wir nächtigten  liegt mitten im See und  man muss per Floss übergesetzt werden.   Hier  trafen wir wieder P. ,  der noch nicht ganz wiederhergestellt aus dem Krankenhaus entlassen worden war.  In der Lodge duschte ich  sehr, sehr  lange und gründlich und zog auch eine saubere lange Hose an, denn ich und die beiden Girlies wollten das SOS Kinderdorf und mein Patenkind besuchen. Mit dem Taxi fuhren wir drei nach einem  Mittagessen  hin. Ich war angemeldet und wir hatten auch einige Geschenke für Karma (meinem Patenkind)  und das Heim dabei.  Der Besuch war ein voller Erfolg, Eine Heimbetreuerin, Karma und wir drei  saßen  bei einem Saft  etwa eine Stunde zusammen  und haben uns prächtig unterhalten. Karma war zwar zurückhaltend, aber man merkte doch, dass auch er den Besuch genoss. Diese Anlage wäre sogar für westliche Maßstäbe  vorbildlich, erst recht  für nepalesische.  Die Bilder sollten für sich sprechen. Wer hier spendet, kann sehen wie sein Geld  bestens angelegt ist.   Im Basar habe ich mir abends noch ein T-shirt und ein Hemd zum Spottpreis gekauft  Das Abendessen wurde als Büffet präsentiert und  war ganz in Ordnung.  Ebenso wie das Bier.  Zum Bier muss man was sagen: Es gab meist entweder Tuborg oder Everest.  Wenn man die Everest-Flasche im normal temperierten Zustand öffnete  schoss die Flüssigkeit wie aus einer Fontäne heraus. Wir haben das Öffnen mit der Zeit zu einer Wissenschaft gemacht, um dies zu vermeiden.


Sa 15.11.08  Phokara  - Kathmandu
Mit einem  amerikanisch-englisches Frühstück  begann der Tag um 7:00 Uhr.  Io. krachte sich mit mir, weil sie mal wieder nicht zur Abreise aufzutreiben war.  Danach war sie für mich definitiv gestorben.  Ich hatte  einen Fensterplatz im Flieger auf der Gebirgsseite und das Panorama war wieder, trotz der beschlagenen, verkratzten Scheiben,  beeindruckend.

 In Kathmandu  mussten wir in einem anderen Hotel unterkommen. Natürlich war  mein vor 18 Tagen deponiertes Gepäck nicht  da.  Ich trugs mit Fassung, hatte ich doch noch einige saubere Sachen.  Ein Shuttlebus brachte uns nachmittags  nach Kathmandu ins Zentrum. Dort klinkte ich mich von der Gruppe aus und fuhr alleine mit dem Taxi  nach Pashupatinat, wo die Leichenverbrennungen stattfinden. Ich hatte das Glück, einer Zeremonie von Anfang an, beizuwohnen.

  Es ist schon eine andere Welt.  Zurück in die Stadt nach Thamel gings wieder mit dem  Taxi (200Rps=2€). In Thamel ließ ich mich  von einem jungen Rikschafahrer etwas herumfahren. Er sollte mich eigentlich zu einem Restaurant bringen, wo wir uns zum Abendessen verabredet hatten. Die Fahrt geriet zur Odyssee und irgendwann hatte ich genug und habe mich zu Fuß  auf den Weg gemacht. Nach Nachfrage  bei einem Polizisten kam ich auch auf Anhieb zum Ziel. Das Abendessen war  gut und ein kleines Privatfeuerwerk hatten wir auch, denn die  Elektrik fing plötzlich an zu spinnen, und eine Sicherung nach der anderen flog mit Blitz und Knall aus dem  Schaltkasten.  Danach war Kerzenlicht angesagt.

So  16.11.08 Kathmandu  -  AbuDabi
Der Rückflug nach Europa war spät und so blieb uns   ein  fast ganzer Tag, um in Khatmandu noch etwas zu unternehmen. Meine vermisste Kleidertasche war auch wieder aufgetaucht. Um 9:00 verließen wir das Hotel, der Gepäcktransport für den Abend  zum Flughafen war organisiert und in der Stadt fuhren wir mit 2 Taxis wieder nach Pashupatinat.  Von dort wanderten wir ca. 30 Minuten zur großen Stupa Boudhanath.  Jetzt kam Dils (2. Führer) großer Auftritt.  Er lud uns  zu sich nach Hause ein und präsentierte uns stolz seine Familie und sein Heim. Bei Bier, Saft  und Kuchen blieben wir etwa eine Stunde. Die anschließende Fahrt zum Tempelberg Fahrt machten  wir nicht mit Taxi, sondern mit einem ‚öffentlichen’ Bus . Das war auch ein Erlebnis der besonderen Art.  Im Bus sitzt ein Begleiter, der kassiert und an ‚offiziellen’ Haltestellen das Ziel  herausschreit. Will jemand unterwegs aussteigen, schlägt der Begleiter  einmal aufs Autodach, solls weitergehen wird zweimal geklopft. Der Verkehr ist so dicht, dass das Tempo sehr gering ist. Das ermöglicht es Passanten  an das Auto zu schlagen um es anzuhalten, oder den Begleiter während der  Fahrt  nach der Richtung zu fragen. Alles  sehr dynamisch und chaotisch.  Hier im Verkehr  in Kathmandu wird aber  die Theorie bewiesen, dass auch im Chaos  Ordnung besteht!  Etwas entnervt  stiegen wir am Ziel aus und zahlten  30Rps=30Cts!  Die Anlage kannte  ich auch schon vom letzten Jahr aber nicht diesen Eingang.  Drei riesige vergoldete Buddas  bilden  das Tor zu Tempelanlage.

 Ich hatte das Glück oben im Lamacenter eine gerade stattfindende Zeremonie  erleben zu können.  Beeindruckend und ohrenbetäubend der Lärm der Pauken und Trompeten (Hörner).  Im Freien auf den Bäumen saßen  zig Geier und in der Anlage selber liefen Ziegen, Hunde und Affen friedlich zwischen den Touristen herum.  Nach diesem Besuch beschlossen wir, wegen der Verkehrsverhältnisse  direkt zum Flughafen per Taxi  zu fahren. Auch diese Fahrt  war schon wieder ein eigenes Erlebnis. Lang vor der Eincheckzeit  waren wir da und  nahmen im International Airport Restaurant eine kleine Mahlzeit zu uns.    Dieses war eine halboffene triste Wellblechbude und die Auswahl war auch entsprechend. Die Preise waren allerdings  nicht international sondern nepalisch.  Das war uns dann auch recht.
Das Einchecken, Gepäckaufgabe und Kontrolle inkl. dem Bezahlen der Ausreisegebühren  verliefen  aber relativ problemlos.  Nur Io. hat wieder einen  Akt  aus ihrer Eincheckerei gemacht.  Im Flughafen selber habe ich meine letzten Rupien für Kaffee und Zimtschnecke und 4 Packungen Tee ausgegeben. Ich hatte einen Fensterplatz  und keine Wolken am Himmel was einen tollen Blick auf die großen erleuchteten indischen Städte ermöglichte. Auch später über den Wüsten, konnte man die Ölfördergebiete an den Gasfackeln  gut erkennen.  Getrübt wurde das  alles durch  eine aufdringliche Nepalesin hinter mir, die meinte, sie müsste den ganzen Flieger unterhalten. Appelle  nutzten nichts. Das Essen  war auch nichts Rechtes. Reisen könnte  so schön sein, wenn nur das Fliegen nicht wäre – besonders nicht  in Käfighaltung – aber das sagte ich bereits.

Mo 17.11.08  AbuDabi   -  München
In Dubai wurde wieder das Flugzeug gewechselt.   Hier hatte ich einen Platz am Fenstergang. Ein anderer Fluggast bat mich  seinen Platz mit meinem zu tauschen, um bei seiner Frau sitzen zu können. Ich hatte damit kein Problem und willigte ein. Schon kam der nächste in der Mittelreihe (einer aus unserer Gruppe)  mit der selben  Bitte. Also bin ich wieder gewandert, diesmal auf einen freien Fensterplatz. 3 Minuten später kam die rechtmäßige  ‚Besitzerin’ und beanspruchte  diesen. Wieder zog ich los. Zwei Reihen weiter hinten  war wieder ein Fensterplatz frei. Alle Passagiere waren im Flieger und die Türen waren zu, also schien der Platz wirklich frei zu sein.  Er war es – Hurrah  und keine aufdringliche Nepalesin in der Nähe!   In München  kam aber der nächste Frust. Mein Bahnticket wurde vom Computer nicht anerkannt. Personal gab es zu dieser Uhrzeit noch nicht. Also fuhr ich  ‚schwarz’  erstmal zum Hauptbahnhof. Am dortigen  Schalter stellte  sich heraus, dass irgendwer die Bahnfahrt  storniert hatte. Also musste ich eine separate Karte nach Stuttgart lösen, was mir aber dann doch egal war. Hauptsache ich kam nach Hause  wo ich dann  um kurz von 12:00  eintraf.   Ein halbes Hähnchen vom Grill war unser Mittagessen  und das hat   GESCHMECKT!




Fazit:
Diese Tour war einfach toll. Es lag natürlich  auch am Wetter. Nur an drei Tagen leichte Bewölkung, sonst Sonne pur. Der erwartete und gefürchtete Sturm am ThorongLa aus  Richtung Muktinath  kam nicht  Es war auch deshalb ein ganz anderes Erlebnis  als ein Jahr zuvor, weil man  vielmehr  Einsichten in die Lebensweise der Bevölkerung hatte, und wir   durch viele ursprüngliche Dörfer gewandert waren, mit sehr viel landwirtschaftlich genutzten  Gebieten,  im Gegensatz zum Solu-Khumbu .
 Ich werte nicht,  welche Tour besser ist. Man muss beide machen!